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19.07.10

Erste HUBER ThermWin®-Anlage für Abwasser-Wärmenutzung in Winterthur

Abwasser ist kein Endprodukt, sondern vielmehr ein Wertstoff: Nachhaltigkeit wird zum Schlagwort in diesem innovativen Verfahren, welches die Heizung und Kühlung des WINTOWERS - Wahrzeichen von Winterthur - übernimmt.

Das HUBER ThermWin®-Verfahren

Das HUBER ThermWin®-Verfahren

Der WINTOWER - Wahrzeichen von Winterthur

Wintower, Winterthur

Ein technisch sehr innovatives Verfahren mit Zukunftscharakter: Der nachhaltig denkende Gebäudebesitzer erfüllt mit der neuen Gebäudeisolation und mit Nutzung der erneuerbaren Energiequelle ABWASSER den MINERGIE-STANDARD.

Im Rahmen der Sanierung des gesamten Hochhauses mit 28 Stockwerken und 22.000 m² Bürofläche wurde auch das bestehende Heizsystem untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchungen zeigte ein deutliches Verbesserungspotential auf, indem durch die Nutzung von erneuerbarer Energie aus Abwasser auf eine moderne Heiz- und Kühlanlage zurückgegriffen werden kann. Die benötigte Energieversorgung wird mittels Wärmepumpen bereitgestellt. Das Zauberwort dieser gesamten Anlage ist jedoch Abwasserwärmenutzung, welche über das HUBER ThermWin®-Verfahren erst möglich wird. Hierzu werden dem direkt neben dem Hochhaus vorbeiführenden Abwasserkanal der Stadt Winterthur an einem Punkt ohne aufwendigen und teuren Eingriff in den bestehenden Kanal minimum 440 kW Energie entzogen, respektive bei Kühlung zurückgegeben, so dass in Verbindung mit der Wärmepumpe rund 22.000 m² Bürofläche beheizt und gekühlt werden können. Damit wird eine hohe Einsparung an fossilen Brennstoffen mit entsprechender Reduktion an CO2 Emissionen erreicht.

Der Ölteppich, welcher sich im Moment im Golf von Mexico seinen Weg bahnt, ist ein Produkt von immer risikoreicheren Unternehmungen, um an die letzten Ölreserven unseres Planeten zu gelangen. Diese Tatsache und die begrenzte Möglichkeit einer CO2-Aufnahme unserer Atmosphäre verlangen, die Strom- und Wärmeversorgung unserer Gesellschaft von Emissionen dieses Treibhausgases loszulösen. Um das  Ziel einer Reduzierung des CO2-Aussstoßes von 80 % bis zum Jahre 2050 zu realisieren, sind gerade solche Projekte von immenser Bedeutung. Die Anlage zur Versorgung von 22.000 m² Bürofläche hat Symbolcharakter und führt hoffentlich zu vielen Nachfolgeprojekten, denn rund 4 % des Schweizerischen Energiebedarfs kann über Abwasserwärmenutzung gedeckt werden.

Dies ist Ansporn und Verpflichtung für Picatech Huber AG die weiteren sich in der Schweiz mit dem ThermWin®-Verfahren in Planung befindlichen Abwasser-Wärmenutzungsprojekte mit aller Kraft voran zu treiben.

Bruno Hils, Geschäftsführer


Picatech Huber AG, Schweiz

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